Mit einer unglaublichen Aufholjagd sicherte sich Felbermayr Wels den fünften Meistertitel der Vereinsgeschichte. Im Bundesliga-Finale gegen Panaceo Stockerau lag der Titelverteidiger bereits mit 0:2 zurück, kämpfte sich jedoch eindrucksvoll zurück und gewann nach einem 3:3-Endstand aufgrund des besseren Ballverhältnisses hauchdünn mit 232:229.
Der Grunddurchgangssieger aus Stockerau erwischte den besseren Start. Zunächst setzte sich Youssef Abdelaziz in einem hochklassigen Auftaktmatch gegen Zhao Zhaoyan im Entscheidungssatz mit 6:5 durch, obwohl Zhao bereits drei Matchbälle vorgefunden hatte. Danach erhöhte Mykhailo Lovha mit einem 3:1-Erfolg gegen Maciej Kolodziejczyk auf 2:0.
Wie bereits im Halbfinale avancierte jedoch Felix Wetzel zum Matchwinner für Wels. Der Bayer rang zunächst Khalid Assar nach Satzrückstand noch nieder und gewann den Entscheidungssatz klar mit 6:2. Anschließend holte Wetzel gemeinsam mit Kolodziejczyk auch das Doppel gegen Assar/Abdelaziz und stellte damit auf 2:2.
Nachdem Abdelaziz mit einem 3:1 gegen Kolodziejczyk Stockerau nochmals in Führung gebracht hatte, lag die Entscheidung auf den Schultern von Zhao Zhaoyan. Der erst im Jänner verpflichtete Chinese hielt dem Druck stand und besiegte Lovha mit 3:1. Damit war nicht nur der 3:3-Ausgleich geschafft, sondern aufgrund des besseren Ballverhältnisses auch der Meistertitel fixiert.
Großer Jubel bei den Welsern: Um 22:33 Uhr stürmten die Teamkollegen Zhao nach dem entscheidenden Punktgewinn. Weltmeister Werner Schlager überreichte dem Titelverteidiger schließlich den Meisterpokal.
Für Stockerau war es gleichzeitig ein emotionaler Abschied: Mykhailo Lovha wechselt nach Havirov, Youssef Abdelaziz zieht es nach Frankreich. Coach David Serdaroglu kehrt zudem zum Cupsieger zurück.





